Pflegeaus­­bildung stärken

Die Mitte Nidwalden nimmt Stellung zum Pflegeausbildungsförderungs-gesetz. Dieses kantonale Gesetz ist ein Ausfluss aus der Pflegeinitiative. Die Kantonalpartei unterstützt die Stossrichtung der Vorlage. Sie kritisiert jedoch, dass sich die Förderung nur auf die akademische Ausbildung beschränken soll. Die Mitte Nidwalden möchte eine Ausweitung der Förderung auf die Ausbildung Fachperson Gesundheit.

Ende 2021 nahm das Schweizer Stimmvolk die Pflegeinitiative an. Diese verlangte unter anderem eine Ausbildungsoffensive, damit das Schweizer Gesundheitswesen über genügend Pflegepersonal verfügt. Mit dem Einführungsgesetz regelt der Kanton nun die Umsetzung der Bundesvorgaben. In diesem ersten Schritt soll die Ausbildungsoffensive angegangen werden. Damit beschäftigt sich auch die Vorlage, welche der Regierungsrat in die Vernehmlassung gegeben hat. In einer zweiten Phase wird es später darum gehen, die Arbeitsbedingungen sowie die Entlöhnung des Pflegepersonals zu verbessern.

«Die Mitte Nidwalden zeigt sich erfreut, dass der Bund wie auch die Kantone die Problematik des Personalmangels in der Pflege ernsthaft anpacken», hält Landrat Andreas Gander-Brem, Vizepräsident der Mitte Nidwalden, fest. Im Weiteren äussert sich die Kantonalpartei positiv dazu, dass die Zentralschweizer Kantone für die erste Etappe eine gemeinsame Gesetzeslösung anstreben und die Einführung bereits im Sommer 2024 erfolgen soll. Die Mitte Nidwalden ist überzeugt, dass die Gesetzesvorlage ein wichtiger erster Schritt darstellt und den Personalmangel mittel- bis langfristig spürbar lindern kann.

Die Vorlage sieht vor, dass der Kanton Nidwalden ausschliesslich die Ausbildungen an Höheren Fachschulen sowie an Fachhochschulen fördert. Für Die Mitte Nidwalden ist dies jedoch unverständlich. «Es soll unter gewissen Bedingungen auch die Ausbildung zur Fachperson Gesundheit unterstützt werden», fordert Andreas Gander-Brem. So sollen nämlich auch ältere Quereinsteigende, Wiedereinsteigende sowie Personen mit Migrations-hintergrund im Pflegeberuf gefördert werden. Die Unterstützungsleistungen dürften sich nicht ausschliesslich auf die tertiäre Stufe beschränken.

Für Rückfragen:

Landrat Andreas Gander-Brem, Vizepräsident Die Mitte Nidwalden